2016
 

28.9.2016 bis 29.1.2017
Auf der Suche nach neuer Identität.
Wrocław in der Nachkriegszeit

Adam Feliks Czelny, Tomasz Olszewski, Stefan Arczynski – Meister der Fotografie, die den Wiederaufbau von Wrocław in den 1940er, 1950er und 1960er Jahren dokumentiert haben. Ihre Aufnahmen zeigen Ruinenräumungen, den Wiederaufbau einzelner Gebäude, die Entstehung neuer Wohnanlagen sowie das Alltagsleben der neuen Stadtbewohner. Die Fotoausstellung dokumentiert die Auferstehung Wrocławs aus Ruinen – eine Stadt auf der Suche nach einer neuen Identität.

Kooperationspartner: Stadtmuseum Wrocław. Schirmherr: Honorarkonsul der Republik Polen für den Freistaat Sachsen, Markus Kopp


Foto: Stefan Arczynski

25.9. bis 20.11.2016
5. Polnisch-Deutsche Kulturtage in Dresden
Wrocław - Europäische Kulturhauptstadt 2016 - unsere Partnerstadt

Eine Stadt mit einer mehr als interessanten Geschichte. Eine Stadt, die 1945 am Boden lag. Eine Stadt, die für ängstliche Fremde zur neuen Heimat wurde. Eine Stadt, die das jüdische, deutsche und polnische Kulturerbe in sich vereint. Eine multikulturelle, offene, moderne Stadt - Wrocław 2016. In einer Reihe von Sonderausstellungen, Konzerten, Literaturtreffen, Filmpräsentationen und Vorträgen widmen sich die 5. PDKT der kulturellen Metamorphose der Hauptstadt Niederschlesiens.

Hier gelangen Sie zur Website der Polnisch-Deutschen Kulturtage >>

Kooperationspartner: Polnisches Institut Berlin, Filiale Leipzig, Stadtmuseum Wrocław

 

9.7. bis 18.9.2016
Der Wiederaufbau der Warschauer Altstadt

Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands im Oktober 1944 erfolgte die komplette Zerstörung der polnischen Hauptstadt durch die deutsche Besatzung. In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Altstadt wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau war keine getreue Kopie des alten Stadtplanes vor dem 2. Weltkrieg, vielmehr war er das Ergebnis eines Kompromisses zwischen Restauratoren und der damaligen Stadtregierung. Als krönender Rekonstruktionsabschluss gilt die Eröffnung des Königsschlosses im Jahr 1977.

Kooperationspartner: die Hauptstadt Warschau, das Büro des Denkmalkonservators in Warschau, Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden

Hier finden Sie die Ankündigung der Sonderausstellung auf der Seite des polnischen Denkmalschutzamtes der Stadtverwaltung Warschau >>

27.2. - 26.6.2016
Die Welt aus Sicht von Krzysztof Kieślowski

Jedes Mal, wenn ich einen Film mache, habe ich Angst. Die Angst begleitet mich von Beginn an. Ich habe Angst vor jedem Drehtag, vor jeder Aufnahme. Ich habe Angst vor allem, was mit dem Verleih und mit der Aufnahme des Films verbunden ist. Ich habe Angst davor, ob die Sprache, die ich spreche, einen Zuhörer findet. Die grundlegende Angst ist nämlich mit dem Zuschauer verbunden, damit, wie er das aufnimmt, was ich gemacht habe.
Krzysztof Kieślowski

Krzysztof Kieslowski ist einer der bedeutenden polnischen Regisseure des 20. Jahrhunderts. Als Vertreter des „Kinos der moralischen Unruhe“ war ihm die Teilnahme an politischen Debatten stets sehr wichtig. Seine Laufbahn begann an der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater in Lodz. In den 70er Jahren drehte er Dokumentarfilme über das Leben im damaligen Polen und wurde dadurch schnell zum politischen Filmemacher. Anfang der 80er Jahre war Kieslowski Teil einer losen Vereinigung polnischer Regisseure, die sich Cinema of Moral Anxiety nannte. Hierzu gehörten weitere bekannte Filmemacher, darunter Andrzej Wajda und Agnieszka Holland. Zu internationalem Ruhm gelangte Kieslowski 1987/88 mit zehn Kurzfilmen, die als Dekalog Filmgeschichte schrieben. Seine letzten Filme waren ausländische Produktionen. Hierzu gehören: Die zwei Leben der Veronika (1990) und die Trilogie Drei Farben (1993-94). Sein letztes Drehbuch Heaven wurde 2001 von Tom Tykwer verfilmt.

Ziel der Ausstellungskuratoren war es, einen umfassenden Einblick in das Leben des Regisseurs zu geben. Dabei konnten sie auf Fotos aus Privatbesitz sowie weiteren Archiven zurückgreifen. Zu sehen sind persönliche Aufnahmen, Fotos von Drehorten, Filmstills sowie Dokumente, Drehbücher, Briefe und Notizen sowie Preise, Urkunden und andere Zeugnisse.

Die Ausstellung wurde bisher in 70 Städten auf vier Kontinenten, u. a. in Indien, Israel, Singapur, den USA, Mexico, der Türkei und selbstverständlich in den meisten europäischen Ländern gezeigt. In Deutschland war sie bisher in Berlin, Leipzig, Düsseldorf und Wiesbaden sehen. Sie ist zweisprachig (Deutsch und Polnisch) angelegt.

Die Dresdner Ausstellung wird erweitert durch Filmetüden von Krzysztof Kieślowski im Veranstaltungsraum. Ausgewählte Filmplakate aus der Sammlung des polnischen Filmmuseums werden im Museumscafe gezeigt.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit zahlreichen deutschen und polnischen Referenten lädt zur intensiven Beschäftigung mit dem Regisseur ein. Neben Margarete Wach, die mit Krzysztof Kieślowski. Zufall und Notwendigkeitund Krzysztof Kieślowski. Kino der moralischen Unruhegleich zwei Publikationen vorgelegt hat, wird auch Maria Zmarz-Koczanowicz sprechen. Sie war Schülerin Kieślowskis und ist Autorin der Filmbiographie Still Alive. Ihr Thema wird der Weg des Filmemachers vom Dokumentar- zum Spielfilm sein.

In Kooperation mit dem Museum für Kinematografie, Łódź.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier. >>

Ein Beitrag des DRESDENEINS.TV: "Kino der moralischen Unruhe"

 

2015
 

5.9. bis 8.11.2015
Bunt - Expressionismus und grenzüberschreitende Avantgarde
Aus der Sammlung S. Karol Kubicki



Foto: Stanisław Kubicki,Der Turmbau zu Babel II, 1917.
Sammlung S. Karol Kubicki, Berlin

Die polnische Künstlergruppe „Bunt“ (deutsch: „Rebellion“, polnisch: Zrzesenie Artystów „Bunt“) ist in Deutschland kaum bekannt. Sie entstand 1918 in Posen und vereinte expressionistische Maler und Schriftsteller. Die Künstler standen in den Jahren 1918-1922 in regem Austausch mit Berliner Kunstgalerien und Zeitschriften wie „Die Aktion“ und „Der Sturm“. Das Kraszewski-Museum zeigt ca. 90 expressionistische Grafiken und Bilder der Gruppe. Die Werke stammen aus der Sammlung des Berliner Sammlers S. Karol Kubicki sowie des Bezirksmuseums Leon Wyczolkowski in Bydgoszcz, in der Nähe von Posen.

Die Werke stammen aus der Sammlung des Berliner Sammlers S. Karol Kubicki. Ein Teil der präsentierten Arbeiten kommt aus der Sammlung des Nationalmuseums in Poznan/Posen sowie des Bezirksmuseums "Leon Wyczolkowski" in Bydgoszcz/Bromberg.

DresdenEins berichtete.

Auch das Blog Ewamaria2013 berichtete über die Ausstellung.
Die Drei Beiträge finden Sie hier: "Es ist bunt in Dresden", "Bunt 3 Filme", "Finissage"

Die polnische Kultur und Kunst Institution der Landesregierung Niederschlesiens veröffentlichte ebenfalls die Ausstellung auf Ihrer Website.

 

9.5. bis 23.8.2015
Und alles ist weg. Orte des 1. Weltkriegs in Polen.
Fotoausstellung von Eric Pawlitzky



Foto: Eric Pawlitzky, Old Bridge at Chelmno

Beim Thema Erster Weltkrieg denkt man zuerst an die Schlachten an der Somme und um Verdun. Die Kriegsschauplätze im Osten scheinen dagegen vergessen zu sein. Der Berliner Fotograf Eric Pawlitzky machte sich auf den Weg nach Polen. Ausgerüstet mit einer digitalen Mittelformatkamera und einer mehr als 100 Jahre alten Plattenkamera erfasste er konkrete Orte und Landmarken wie Flussübergänge, Straßengabelungen oder Hügel, an denen nachweislich Kampfhandlungen stattgefunden haben. Dazu recherchierte er vorab ausgiebig in Archiven. Jede Fotografie der Ausstellung wird deshalb begleitet von einem Text, der die Kriegshandlungen an diesem Ort beschreibt.


Polen, Europa, die Welt
Faces of Agnieszka Holland

21.2. bis 26.4.2015

Die Ausstellung wird präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kinematografie in Lodz.

Agnieszka Holland gehört neben Andrzej Wajda und Krzysztof Zanussi zu den wichtigsten Protagonisten der zeitgenössischen polnischen Filmszene. Sie studierte in den 1960er Jahren an der Prager Filmfakultät und begann ihre Karriere als Regieassistentin von Krzysztof Zanussi und Andrzej Wajda. 1980 erhielt sie für den Film "Provinzschauspieler" den Kritikerpreis des Internationalen Filmfestivals in Cannes. Kurz vor der Verhängung des Kriegsrechts in Polen emigrierte sie 1981 nach Frankreich. Ihr Einfluss auf das polnische Kino sollte dadurch jedoch nicht gemindert werden, ganz im Gegenteil: Für Wajda schrieb sie in Folge zahlreiche Drehbücher und drehte eigene Filme. In Zusammenarbeit mit Artur Brauner, einem der prägenden Produzenten des deutschen Nachkriegskinos, entstand 1990 der Film „Hitlerjunge Salomon“. 1993 kam der Film „Drei Farben: Blau“ von Krzysztof Kieslowski ins Kino, für den sie das Drehbuch verfasst hatte. Im gleichen Jahr ging sie nach Hollywood, wo Francis Ford Coppola unter ihrer Regie den Film „Der geheime Garten“ produzierte. Weitere Streifen, die sie weltweit bekannt gemacht haben, sind u. a.: „Total Eclipse – Die Affäre von Rimbaud und Verlaine“ (1995), „Washington Square“ (1997), „Das dritte Wunder“ (1999), „Klang der Stille“ (2006), „In der Finsternis“ (2011) und „Burning Bush – Die Helden von Prag“ (2013).


2014

26.9.2014 bis 11.1.2015
Roman Lipski. Malerei
Die Ausstellung wird präsentiert in Zusammenarbeit mit der Galerie Atlas Sztuki, Łόdź.

Der polnische Künstler Roman Lipski wurde 1969 in Nowy Dwor Gdanski geboren und emigrierte 1989 nach West Berlin, wo er seitdem lebt. Zentraler Gegenstand seines bisherigen Schaffens ist die Landschaft. Seine Bilder zeugen von Zeit- und Ortslosigkeit, Stillstand und Monumentalität. Seine Arbeiten erinnern an surreale, verträumte Landschaften mit architektonischen Elementen im Stil eines Edward Hopper. Seine jüngsten Werke überraschen mit Abstraktion und melancholischer Schönheit. Eigens für die Ausstellung in Dresden hat der das Großformat liebende Maler neue Arbeiten geschaffen.

27.6. bis 14.9.2014
Gerhart Hauptmann und das Riesengebirge

Das Riesengebirge mit seinen mächtigen Felsen und dichten Wäldern zog schon manchen Künstler in seinen Bann. So finden sich beispielsweise zahlreiche Motive dieser Landschaft in den Bildern von Caspar David Friedrich wieder. Aber auch Industrielle, Verleger und Kritiker waren fasziniert von einer der schönsten Kulturlandschaften Europas. Der Verleger Samuel Fischer, der Kritiker Alfred Kerr und der spätere Reichsaußenminister Walther Rathenau reisten gern dorthin, wo auch Gerhard Hauptmann seine wohl bekanntesten Werke, „Die Weber“ (1892) und „Der Biberpelz“ (1893), geschrieben hat. Heute ist das Riesengebirge eine attraktive Gegend für den internationalen Kunstaustausch im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck.

21.2. bis 11.5.2014
War hier eine Synagoge? Synagogenbauten in Polen

„Warschau war die bedeutendste ‚jüdische Stadt‘ Europas und besaß bedeutende soziale und kulturelle jüdische Institutionen: Dutzende Synagogen, Schulen, Krankenhäuser, Theater, Zeitungsagenturen, Sportvereine (...) Genau wie auch Łodz, Lublin, Białystok, Krakau, Będzin und Hunderte weitere polnische Groß- und Kleinstädte.“ David Peleg, Israelischer Botschafter in Polen, 2004–2009

Wojciech Wilczyk ist durch verschiedene Dokumentarserien in Polen bekannt geworden. In seiner umfangreichen Dokumentation, die wir Ihnen im Kraszewski-Museum präsentieren, befasst er sich mit dem heutigen baulichen Zustand von ehemaligen Synagogen und jüdischen Gebetshäusern, die teilweise als Supermärkte, Wohnhäuser, Kulturzentren oder auch Polizeiwachen genutzt werden. Die großformatigen Fotografien werden ergänzt durch Interviews, die der Fotograf mit ihren heutigen Bewohnern und Nutzern geführt hat.


2013

10.10.2013 bis 9.2.2014
Positive von Zbigniew Libera

Libera (* 1959) ist ein Repräsentant der aktuellen polnischen Kunstszene, der auch vor Provokationen nicht zurückschreckt. So wurde 1997 sein Werk „Lego Concentration Camp“ (Set aus Legosteinen zum Bau eines KZ) nicht zur Biennale in Venedig zugelassen; stattdessen kaufte das Jewish Museum in New York dieses Werk an. Andere Arbeiten von ihm befinden sich im Bonner Haus der Geschichte, in der Nationalgalerie Zacheta, Warschau, oder im Kunstmuseum Lodz.

Atlas Sztuki erreichte im Ranking der Privat-Galerien Polens 2007, 2010 und erneut 2013 die erste Position. Die Galerie ist 2003 gegründet worden. Atlas Sztuki zeigte in den letzten 10 Jahren Ausstellungen bekannter polnischer und internationaler Künstler wie Joseph Beuys, Roman Opałka, Roman Lipski, Karolina Breguła, Józef Robakowski, Stanisław Fijałkowski

5.5.2013 bis 1.9.2013
Roman Polanski. Regisseur und Schauspieler

Der 1933 in Paris geborene Polanski gehört zu den künstlerisch einflussreichsten, aber auch umstrittensten Filmschaffenden der letzten Jahrzehnte. Sein Leben ist eine dramaturgische Klammer zwischen zwei Orten: Polen und Frankreich. Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren von Roman Polanskis Kindheit und ruft seine frühe künstlerische Karriere als Kinderstar im polnischen Radio und auf der Theaterbühne ins Gedächtnis. Darüber hinaus zeichnet die Ausstellung das Bild eines detailbewussten Filmemachers, der sich auf jedes Projekt akribisch vorbereitet. Zahlreiche Fotos aus dem Sammelbestand des Museums für Kinematografie, Lodz zeigen wie stark Polanski in allen Ebenen der Produktion involviert ist.



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