28. April bis August 2018
Fred Stein. Dresden – Paris – New York
Berühmt sind die Personen, die er fotografierte, doch zu wenig bekannt ist der Name des Fotografen: Fred Stein gehört zu den Pionieren der Kleinbildfotografie der 1930er und 1940er Jahre. Das fotografische Oeuvre des Quereinsteigers ist ein bewegendes und bewegtes Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts; er schuf beeindruckende Ansichten von Städten und Menschen.
Im Jahr 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren, war der überzeugte Sozialist nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 gezwungen, seine Heimatstadt zu verlassen. Infolgedessen musste sich der angehende Jurist beruflich neu orientieren. Unter dem Vorwand einer Hochzeitsreise floh er 1933 mit seiner Frau Lilo nach Paris. Das gemeinsame Hochzeitsgeschenk, eine Leica-Kleinbildkamera, wurde zum Schlüssel für seine zweite Karriere. In der Not der Flucht und Emigration offenbarte sich sein herausragendes Talent als sensibler Porträt- und Straßenfotograf. Zunächst im Pariser und nach 1941 im New Yorker Exil spürte Fred Stein auf seinen Streifzügen durch die Großstadt – einem „Ethnologen des urbanen Raums“ gleich – den besonderen Augenblicken und der Poesie der Metropolen nach. Als stiller Beobachter hielt er in seinen Bildern typische Szenen und Orte sowie das Besondere des Lebens der Großstädter fest.
In vergleichbarer Art und Weise zeugen die von ihm gefertigten Porträtaufnahmen von jener unaufdringlichen Nähe, mit der er sich den Menschen und damit  ihrem Wesen näherte. Die Liste der Porträtierten liest sich wie das „Who is Who“ des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt, Albert Einstein, Willy Brandt, Arnold Zweig, Egon Erwin Kisch, Bertold Brecht, Marlene Dietrich, Salvador Dalí, Martin Buber, Thomas Mann.
Seine Fotografien zeichnen sich durch tiefe Menschlichkeit und einen hintergründigen Humor aus. Als humanistisch gesinnter Intellektueller bewahrte er sich immer den Blick für das Ganze – er fotografierte mehr als nur den perfekten Augenblick. In seinen Bildergeschichten erweist sich Fred Stein als meisterhafter Fotograf der Moderne  mit einem einfühlsamen Blick auf Umgebung und Mitmenschen.
Das Stadtmuseum Dresden würdigt mit der Sonderausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Freds Sohn Peter Stein entstanden ist, das Werk des aus Dresden stammenden Fotografen.


29. September 2018 bis Januar 2019
Porträts Dresdner Bürger
Fotografische Bildnisse bedeutender Bürger (und auch einiger Bürgerinnen) stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die am 29. September öffnen wird. Sie stammen aus der Frühzeit des Stadtmuseums und gehören zu einem nahezu vollständig erhaltenen, erstmals in seinen historischen Bezügen gezeigten Bestand von 2700 Porträtfotografien. Initiator der Sammlung war der Historiker, Stadtarchivar, Stadtbibliotheksleiter und erste Museumsdirektor Otto Richter (1852-1922), der in Stadtbildern, Objekten, Porträts und Geschichtswerken die Transformation von Stadt und Bürgergesellschaft in die Moderne hellsichtig begleitete.


1. Dezember 2018 bis 3. März 2019
Märchenausstellung
Die Märchentexte der Brüder Grimm und die folgender Sammler begeisterten seit Beginn des 19. Jahrhunderts Groß und Klein – auch hier in Dresden. Die Ausstellung nimmt sich der Dresdner Märchenrezeption an und stellt die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Thema Märchen vor. Sie zeigt Märchenillustrationen Dresdner Künstler wie Ludwig Richter, Erwin Oehme und Josef Hegenbarth und blickt auf die Märchenaufführungen von Oper, Dresdner Märchen-Bühne oder Theater Junge Generation. Nicht zuletzt schaut sie auf Märchenhaftes aus Dresdner Produktion von Schokoladenfigur über Brettspiel bis Adventskalender.



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