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Di / 13. Okt
18:00
KI generiert: Ein Mann spaziert durch einen verlassenen und überwucherten Bereich mit einem Graffiti-bedeckten Gebäude im Hintergrund. Die Umgebung ist mit Laub bedeckt und wirkt urban-verfallen.Still aus der Doku »Generation Crash« – Filmische Spurensuche mit dem Rapper und Autor (»Nullerjahre«) Hendrik Bolz in seinem einstigen Wohnviertel Knieper West in Stralsund | © Nils Werner
Plattenfrust: Von DDR-Eingaben zu Rap und Randale nach 1990

Gespräch mit Prof. Johannes Schütz und Nils Werner, mit Filmbeiträgen

Einst als moderner Wohnraum begehrt, wurde das Leben in den Wohnkomplexen von der bürokratischen Mangelwirtschaft der DDR und später von den tiefen Umbrüchen der Nachwendezeit geprägt.

Diese Veranstaltung beleuchtet den drastischen Imagewandel der ostdeutschen Großsiedlungen. Wir blicken auf die offizielle »Eingabenkultur« der DDR – den Versuch der Bürger, durch schriftliche Beschwerden den fehlerhaften Alltag zu korrigieren – und die Zeit nach 1990. Damals schlug der Frust über enttäuschte Hoffnungen und Perspektivlosigkeit vor allem bei Jugendlichen häufig in eine neue Dynamik, eine Radikalisierung um. Warum war das so?

PD Dr. Johannes Schütz arbeitet als Zeithistoriker an der TU Dresden und am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Alltagskultur in der späten DDR sowie die Entstehung rassistischer Gewaltstrukturen während der ostdeutschen Transformationszeit. Jüngste Publikation: Heimat als soziale Praxis. Alltagshandeln in Sachsen zwischen Staatssozialismus und Umbruchserfahrungen, 1969-2000, Bielefeld 2026.

Nils Werner ist als freischaffender Regisseur und Drehbuchautor tätig. In dokumentarischen Filmprojekten für ARD und MDR, wie der preisgekrönten Produktion »Generation Crash – Wir Ost-Millennials« oder der zeitgeschichtlichen Rekonstruktion »Hoyerswerda '91«, dokumentiert er die Lebenserfahrungen junger Menschen in Ostdeutschland nach dem gesellschaftlichen Umbruch.

Abb.: Still aus der Doku »Generation Crash« – Filmische Spurensuche mit dem Rapper und Autor (»Nullerjahre«) Hendrik Bolz in seinem einstigen Wohnviertel Knieper West in Stralsund

Di / 3. Nov
16:30
KI generiert: Das Bild zeigt ein Fotoalbum mit mehreren Schwarzweißfotos, die verschiedene Momente oder Personen in einem häuslichen Umfeld festhalten. Das Album ist geöffnet und die Fotos sind auf mehreren Seiten verteilt.
Präsentation der Fotodokumentation »Gorbitz« von Christine Starke

Buchvorstellung in der Sonderausstellung

Die Fotografin Christine Starke stellt ihr 1989 entstandenes Fotoalbum über das Neubaugebiet Gorbitz vor. 

Die Arbeit dokumentiert ein Wohnhaus mittels Schwarzweißaufnahmen im Mittelformat. Das Album besticht durch seine aufwendige Gestaltung mit vielfältigen Aufklappelementen, die den Blick von außen nach innen und vom Keller bis zum Dach führen. Die Aufnahmen zeigen die Architektur, die Bewohnenden und ihr Wohnumfeld im damals jungen Wohnkomplex.

Aktuell ist das Fotoalbum in der Sonderausstellung »Platte Ost / West« zu sehen, für die Veranstaltung wird es aus der Vitrine genommen. 

Zur Fotografin:
Christine Starke (geb. 1951 in Dresden) arbeitet seit 1985 freischaffend mit Schwerpunkten in der Porträt-, Dokumentations- und Architekturfotografie.

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