
Prohlis – Am Geberbach durch die Zeiten
Stadtteilrundgang
Seit tausenden Jahren schon fließt der Geberbach durch den Südosten von Dresden. Damit der heutige Stadtteil Prohlis in den 1970er Jahren der DDR entstehen konnte, musste die über Jahrhunderte gewachsenen Dorfstruktur mit ihren sie umgebenden Wiesen und Äckern weichen. Den Architekten war es ein wichtiges Anliegen, den Geberbach in seinem natürlichen Lauf zu belassen. Wir folgen dem Verlauf des Baches und durchqueren nicht nur das Neubaugebiet, sondern auch die Geschichte dieser Gegend, die ebenfalls tausende Jahre zurückreicht.
Mit Peter Neukirch (Palitzsch-Museum)
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt am Palitzsch-Museum Dresden, Gamigstraße 24, 01239 Dresden
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Führung: Die ewige Schrift – Eine Tora für Dresden
Kuratorengespräch mit Jahna Dahms
Einführung in das Projekt: Was ist eine Tora? Warum wird sie seit über 2500 Jahren von Hand geschrieben?
In rund 35 Minuten erläutert Jahna Dahms das Projekt und spricht über Ursprung, Überlieferung und Bedeutung der Tora als älteste kontinuierliche Kulturtechnik der Menschheit. Im Anschluss können Fragen gestellt werden. Die Schreiberin ist während der Veranstaltung anwesend.
- Dauer: 35 Minuten
- Für diese Führung benötigen Sie kein Museumsticket.

Lea Schneider und Insa Wilke
Zwei Literatinnen, zwei Horizonte, ein Gespräch »zwischen Generationen«
Mit dem diesjährigen Thema »Zwischen Generationen« erkunden die Literarischen Alphabete vielfältige Fragen der Beziehung zwischen Generationen. Sie fragen nach generationellen Situationen, die sich nicht nur auf das eigene Lebensalter sondern auch auf Ungleichzeitigkeiten zwischen Regionen und Staaten beziehen können. Es geht um den Umgang mit den literarischen Äußerungen der oder des jeweils anderen und um die Möglichkeiten einander zuzuhören.
Mit Lea Schneider und Insa Wilke sprechen zwei Frauen über Autonomie und Anteilnahme in Literatur und Literaturkritik, über Schreiben und Gelesen-Werden sowie den Umgang mit Freiheit und der Notwendigkeit, sich verletzbar zu halten. Auch über das neue Buch von Lea Schneider, das im Herbst erscheinen wird, »Von Tieren und anderen Menschen«, wollen wir reden.
Insa Wilke ist Autorin, Literaturkritikerin, Kulturmanagerin, Herausgeberin. Sie wurde in Bremerhaven geboren, studierte Germanistik und Geschichte. 2010 erschien ihr Buch »Ist das ein Leben. Der Dichter Thomas Brasch«. Als Literaturkritikerin veröffentlicht Insa Wilke u.a. in der Süddeutschen Zeitung und im Rundfunk. Für diese Arbeit wurde sie 2014 mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Sie konzipiert und moderiert darüber hinaus Kulturveranstaltungen und wirkte bzw. wirkt als Jurorin z.B. für den Preis der Leipziger Buchmesse oder die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. 2016 hat sie die Programmleitung des Mannheimer Literaturfestes »lesen.hören« von Roger Willemsen übernommen, dessen Nachlass sie verwaltet.
Lea Schneider, Jahrgang 1989, ist Essayistin, Lyrikerin, Übersetzerin und manchmal, wie sie sagt, auch Literaturkritikerin. Sie studierte u.a. Soziologie, Linguistik und Sinologie. Ihre Publikationen umfassen neben wissenschaftlichen Werken und literarischen Texten Übersetzungen aus dem Chinesischen sowie Herausgeberschaften zu Lyrik zeitgenössischer chinesischer Autorinnen und Autoren. Ihr derzeitiges Nachdenken gilt der Aufmerksamkeit für die mehr-als-menschliche Welt und der sinnlichen Wahrnehmung als politischer Praxis. Sie erhielt zahlreiche Anerkennungen für ihre literarische Arbeit, so 2014 den Dresdner Lyrikpreis für ihren Debütband »Invasion Rückwärts«. Weitere Bücher sind u.a. der Essay »Scham«, der Lyrikband »made in china« sowie der Band »Chinabox. Neue Lyrik aus der Volksrepublik«, den sie als Übersetzerin und Herausgeberin betreute.
Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des eigenen Denkens und Handelns aus der eigenen Biografie und geografischen Zeiteinheit heraus spricht Diana Hellwig an dem Abend mit den beiden Gästen.
- Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden.

Führung & Schachspiel für Einsteiger
Großmeister Wolfgang Uhlmann. Die Schach-Legende aus Dresden
Die Führung vermittelt einen lebendigen Eindruck von Wolfgang Uhlmanns Vermächtnis: sowohl seine herausragende Karriere als auch die Freude am Spiel und die Förderung junger Talente.
Im Anschluss erhalten Interessierte eine Einführung ins Schachspiel, können Fragen stellen und Grundlagen kennenlernen. Das Spielangebot richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger sowie an alle, die etwas über das Schachspielen erfahren möchten.
Mit dem Förderverein Schach Wolfgang Uhlmann e. V.
- Dauer: Führung ca. 30 min, Schachspiel ca. 1,5 h
- Treffpunkt an der Kasse

WOHNEN IN SCHICHTEN
Werkstattaufführung des B:Clubs PLATTE
Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.
Die »PLATTE« hat oft keinen guten Ruf: grau, monoton, viele Menschen auf engem Raum und damit verbundene Probleme. Doch in der DDR war eine Wohnung im Plattenbau heiß begehrt – und ist die Platte heute nicht schon wieder Kult?
In Kooperation mit dem Stadtmuseum haben die Teilnehmer*innen des B:Clubs des Staatsschauspiels Dresden ihren eigenen Blick auf Plattenbauten und die Sonderausstellung entwickelt. Sie haben Szenen gesammelt, persönliche Erfahrungen archiviert, Assoziationen erforscht und in die Zukunft geträumt.
Was haben wir früher mit der Platte verbunden und was verbinden wir heute damit? Wie müsste eine Plattenbauwohnung gestaltet sein, damit wir hier wohnen möchten? Wie geht es in Zukunft mit dem industriellen Wohnungsbau weiter? Und wie werden kommende Generationen auf das Wohnen in Großtafelbauweise blicken?
Die Werkstattaufführung WOHNEN IN SCHICHTEN lädt das Publikum zu einem theatralen Rundgang durch die Ausstellung mit Perspektiven auf und aus der Platte ein.
- Preis: 6 € pro Person
- Tickets: www.staatsschauspiel-dresden.de
Foto: Teilnehmer*innen des B:Clubs in der Installation »Plattenbau Vertigo« von Annett Zinsmeister (2025/26)

WOHNEN IN SCHICHTEN
Werkstattaufführung des B:Clubs PLATTE
Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.
Die »PLATTE« hat oft keinen guten Ruf: grau, monoton, viele Menschen auf engem Raum und damit verbundene Probleme. Doch in der DDR war eine Wohnung im Plattenbau heiß begehrt – und ist die Platte heute nicht schon wieder Kult?
In Kooperation mit dem Stadtmuseum haben die Teilnehmer*innen des B:Clubs des Staatsschauspiels Dresden ihren eigenen Blick auf Plattenbauten und die Sonderausstellung entwickelt. Sie haben Szenen gesammelt, persönliche Erfahrungen archiviert, Assoziationen erforscht und in die Zukunft geträumt.
Was haben wir früher mit der Platte verbunden und was verbinden wir heute damit? Wie müsste eine Plattenbauwohnung gestaltet sein, damit wir hier wohnen möchten? Wie geht es in Zukunft mit dem industriellen Wohnungsbau weiter? Und wie werden kommende Generationen auf das Wohnen in Großtafelbauweise blicken?
Die Werkstattaufführung WOHNEN IN SCHICHTEN lädt das Publikum zu einem theatralen Rundgang durch die Ausstellung mit Perspektiven auf und aus der Platte ein.
- Preis: 6 € pro Person
- Tickets: www.staatsschauspiel-dresden.de
Foto: Teilnehmer*innen des B:Clubs in der Installation »Plattenbau Vertigo« von Annett Zinsmeister (2025/26)

Jüdinnen und Juden im Wirtschaftsleben des Kaiserreiches und der Weimarer Republik
Vitrinenblicke – Stadtgeschichten aus dem Depot
Welche Rolle spielten jüdische Bürgerinnen und Bürger im Wirtschaftsleben unserer Stadt? Wie prägten sie Handel, Finanzwesen und Industrie in der Zeit des Kaiserreiches und der Weimarer Republik?
Ausgewählte Objekte aus unserem Depot, die nun in einem neuen Kontext gezeigt werden, beleuchten den Beitrag jüdischer Fabrikanten, Bankiers und Geschäftsleute zur wirtschaftlichen Entwicklung Dresdens und erzählen von einem Leben, das fest in der Mitte der Gesellschaft verankert war.
Die Führung findet im Museumscafé statt – mit Blick auf die Neuerwerbungsvitrine. Kleine Snacks stehen bereit; Kaffee kann bei Bedarf am Automaten geholt werden. In diesem entspannten Rahmen etabliert das Stadtmuseum ein neues Führungsformat, das Geschichte im Gespräch erlebbar macht.
- Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt
- Dauer: 1,5 h
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Museumsnacht im Landhaus
Kurzführungen, Livemusik, Familienprogramm
In einem Zug ... das Glas geleert, das Spiel gewonnen, das Bild vollendet, den Bau errichtet und die Tora geschrieben. In einem Zug... vereint das Programm zur Museumsnacht im Landhaus die Vielfalt von Kunst und Kultur. Es blickt auf Bewegung und Prozess, Technik und Innovation, Handwerk und Tradition, Geschichte und Gegenwart. Machen Sie den nächsten Zug und seien Sie dabei!

Uhrensimultan & Schnellschachturnier
Für Schachbegeisterte aller Spielstärken
Mitmachen und Mitfiebern beim Wettkampf für Schachbegeisterte aller Spielstärken und Erfahrungslevel heißt es bei dieser Veranstaltung.
Ein Bundesligaspieler kämpft im Uhrensimultan an mehreren Schachbrettern gleichzeitig um den Sieg. Im anschließenden Schnellschachturnier können Vereinsspielerinnen und -spieler gegeneinander antreten.
Parallel finden freie Partien für Hobbyspielerinnen und -spieler statt.
Mit dem Förderverein Schach Wolfgang Uhlmann e. V.
- Dauer: 3,5 h

Führung: Die ewige Schrift – Eine Tora für Dresden
Kuratorengespräch mit Jahna Dahms
Einführung in das Projekt: Was ist eine Tora? Warum wird sie seit über 2500 Jahren von Hand geschrieben?
In rund 35 Minuten erläutert Jahna Dahms das Projekt und spricht über Ursprung, Überlieferung und Bedeutung der Tora als älteste kontinuierliche Kulturtechnik der Menschheit. Im Anschluss können Fragen gestellt werden. Die Schreiberin ist während der Veranstaltung anwesend.
- Dauer: 35 Minuten
- Für diese Führung benötigen Sie kein Museumsticket.

Platte – wie weiter in Ost und West, Stadt und Land?
Öffentliche Gesprächsrunde mit Impulsbeiträgen
Wie sieht die Zukunft der Platte aus? ExpertInnen aus Wohnungswirtschaft, Architektur und Wissenschaft beleuchten die heutigen und zukünftigen Möglichkeiten für das Leben in Plattenbausiedlungen im städtischen sowie ländlichen Raum.
Mit
- Mirjam Philipp (Vorständin VSWG)
- Alexander Müller (Vorstand VDW)
- Prof Dr. Sigrun Kabisch aus Leipzig (Gastwissenschaftlerin Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
- Architektin Christiane Hähle (IGC)
- Architekturkritiker Dr. Wolfgang Kil
- Dr. Matthias Rasch (Geschäftsführer der Trave GmbH aus Lübeck)
Moderation: Dr. Bernd Hunger, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e. V.
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)
Eine Veranstaltung des Kompetenzzentrums Großwohnsiedlungen e. V. in Kooperation mit dem Stadtmuseum Dresden

Kateřina Tučková – »Weißwasser« / »Bílá voda«
Ein halb verfallenes barockes Kloster direkt an der polnischen Grenze, in einem der entlegensten Winkel Tschechiens. Dort internierte der sozialistische Machtapparat von 1950 bis 1989 Angehörige von Frauenorden aus der ganzen Republik, während deren Heimatklöster aufgelöst wurden. Zeitweise lebten bis zu 400 Nonnen gleichzeitig in diesem sogenannten »Wartesaal des Himmels«. Verachtet von der sozialistischen Gesellschaft mussten die Ordensfrauen Zwangsarbeit verrichten, unter widrigsten Bedingungen, oft von vermeintlichen Helfern bespitzelt. Ziel war die Ausrottung des Christentums im Land. Dennoch: Statt sich dem Druck zu beugen, verteidigten die Frauen ihren Glauben nur noch fester. Sie rückten als Gemeinschaft im Geiste zusammen und schafften es, auch in größter Not und unter schlimmsten Repressalien den Grundsatz der Nächstenliebe zu verfolgen.
»Bílá voda« ist nicht nur die Geschichte einer für die sozialistischen Staaten beispiellosen Säuberung, sondern auch der fiktiven jungen Ordensfrau Evarista, die zur katholischen Priesterin geweiht wird und als solche praktiziert, bis sie der Papst nach der Samtenen Revolution exkommuniziert. Erzählt wird die Geschichte in der Gegenwart aus Sicht der Journalistin Lena Lagnerová, die aufgrund psychischer Probleme den Rückzugsort für gefallene Frauen in der Abgeschiedenheit aufsucht und nach und nach die Geschichten der Vergangenheit ans Licht bringt. Zehn Jahre hat die Schriftstellerin Kateřina Tučková in Archiven recherchiert und unzählige Originaldokumente gesichtet, die zum Teil unverändert in den Roman eingeflossen sind.
»Bílá voda« ist ein Roman über die – selbst im ehemaligen Ostblock – beispiellose Unterdrückung von Ordensleuten während des Sozialismus. Gleichzeitig thematisiert der Roman die Rolle der Frau in der katholischen Kirche und ist damit ein sehr aktuelles Werk.
Für dieses Buch wurde Kateřina Tučková mit dem Staatspreis für Literatur der Tschechischen Republik ausgezeichnet. Vorliegende Übersetzung ist ein Auszug aus dem Roman, der noch nicht auf Deutsch erschienen ist.
Kateřina Tučková, geboren 1980 in Brno, zählt zu den populärsten und auflagenstärksten Autorinnen und Autoren in Tschechien.
Sie ist Prosaautorin, Dramatikerin, Publizistin, promovierte Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin. An der Masaryk-Universität in Brno studierte sie Bohemistik und Kunstgeschichte. In ihren Romanen erzählt sie fiktive Geschichten, die von akribisch recherchierten, realen Fakten inspiriert sind. Sie erhielt den Josef-Škvorecký-Preis, den Preis für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte des Instituts für das Studium totalitärer Regime sowie die Preise Magnesia Litera und Tschechischer Bestseller. Ihre Bücher sind in zwanzig Sprachen übersetzt.
Die Autorin wird das Buch im Gespräch mit der Moderatorin Šárka Atzenbeck vorstellen. Die Übersetzerin Martina Lisa wird dolmetschen und die Auszüge auf Deutsch lesen.
- Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €