
Buchpräsentation: PLATTE OST / WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise
Begleitband zur Sonderausstellung
Vorstellung der Begleitpublikation zur Ausstellung »PLATTE OST / WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise«
Das Buch enthält sieben Essays, die die Entwicklung des Plattenbaus in Ost- und Westdeutschland unter architektonischen, historischen sowie gesellschaftlichen Aspekten untersuchen.
Die Publikation erscheint in der Schriftenreihe des Baukunstarchivs NRW, das die Ausstellung »Platte Ost/West« ebenfalls zeigen wird.
- Herausgeber:innen: Markus Lehrmann, Christina Ludwig, Claudia Quiring, Wolfgang Sonne
Eine Veranstaltung des Stadtmuseums Dresden in Kooperation mit dem Baukunstarchiv NRW

Nietzsche global. In 80 Übermenschen um die Welt
Lesung und Diskussion mit Professor Elmar Schenkel
Kein anderer Philosoph scheint eine so große Anziehungskraft zu haben wie Friedrich Nietzsche. Der ganze Globus hat sich an ihm abgearbeitet: Künstlerinnen wie Poeten, Politiker, Philosophinnen oder Popstars. Elmar Schenkel begibt sich auf Spurensuche der Nietzsches, die in den letzten 150 Jahren in vielen Kulturen der Welt entstanden sind – und erfährt viel über Menschen und Gesellschaften.
Evangelische Erwachsenenbildung Dresden, Evangelische Akademie Sachsen in Kooperation mit den Museen der Stadt Dresden
- Moderation: Dr. Panja Lange
- Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €

Johannstadt – Gemeinsame Zukunft mit Großwohnsiedlung, Altbau und Menschen
Stadtteilrundgang
Die Johannstadt vereint heute Gründerzeitquartiere, Großwohnsiedlungen der 1960er bis 1980er Jahre, Baulücken und Spuren der Kriegszerstörung. Nach schwierigen Jahren des Wandels hat sich der Stadtteil durch das Fördergebiet „Nördliche Johannstadt“ seit 2014 spürbar weiterentwickelt. Im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden dafür Visionen entwickelt und diese zu großen Teilen umgesetzt. Der Rundgang mit Anke Ostermeyer und Nilsson Samuelsson vom Amt für Stadtplanung und Mobilität führt durch die Wohnquartiere der Nachkriegszeit und ihre historische Nachbarschaft. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des öffentlichen Raums und die Mitgestaltung des Stadtteils durch seine Bewohnerinnen und Bewohner.
Mit Anke Ostermeyer und Nilsson Samuelsson, Amt für Stadtplanung und Mobilität
- Dauer: 2 Stunden
- Treffpunkt am Thomas-Müntzer-Platz
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Tanztheater: gleich – ähnlich – verschieden
Workshopwoche der Jugendkunstschule im Palitzschhof
Ein Workshop der Jugendkunstschule in Kooperation mit dem Stadtmuseum
Mit Tanztheaterimprovisation und den Kunstwerken erarbeiten die Kinder gemeinsam ein Tanztheaterstück und stellen es am Ende des Workshops vor.
Am ersten Workshoptag besuchen die Kinder das Stadtmuseum, bekommen eine Führung und sammeln erste Ideen und Eindrücke in der Ausstellung »Platte Ost / West«.
- Alter: Kinder ab 10 Jahren
- Dauer:
DI 13.10.2026 | 10 - 12 Uhr
MI 14.10.2026 – FR 16.10.2026 | 10-15 Uhr - Kosten: 120 €
- Ort:
Jugendkunstschule im Palitzschhof
Gamigstraße 24
01239 Dresden - Anmeldung auf www.jks-dresden.de

110! Schmuckdieben auf der Spur
Ferienworkshop
Ins Museum wurde eingebrochen! Geh auf Schatzsuche und versuche, den Schmuck ausfindig zu machen, der gestohlen wurde. Aber du musst schnell und klug vorgehen, um die Beute wiederzufinden!
- Alter: 8 bis 12 Jahre
- Dauer: 1,5 h
- Kosten: 5 € pro Kind
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Plattenfrust: Von DDR-Eingaben zu Rap und Randale nach 1990
Gespräch mit Prof. Johannes Schütz und Nils Werner, mit Filmbeiträgen
Einst als moderner Wohnraum begehrt, wurde das Leben in den Wohnkomplexen von der bürokratischen Mangelwirtschaft der DDR und später von den tiefen Umbrüchen der Nachwendezeit geprägt.
Diese Veranstaltung beleuchtet den drastischen Imagewandel der ostdeutschen Großsiedlungen. Wir blicken auf die offizielle »Eingabenkultur« der DDR – den Versuch der Bürger, durch schriftliche Beschwerden den fehlerhaften Alltag zu korrigieren – und die Zeit nach 1990. Damals schlug der Frust über enttäuschte Hoffnungen und Perspektivlosigkeit vor allem bei Jugendlichen häufig in eine neue Dynamik, eine Radikalisierung um. Warum war das so?
PD Dr. Johannes Schütz arbeitet als Zeithistoriker an der TU Dresden und am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Alltagskultur in der späten DDR sowie die Entstehung rassistischer Gewaltstrukturen während der ostdeutschen Transformationszeit. Jüngste Publikation: Heimat als soziale Praxis. Alltagshandeln in Sachsen zwischen Staatssozialismus und Umbruchserfahrungen, 1969-2000, Bielefeld 2026.
Nils Werner ist als freischaffender Regisseur und Drehbuchautor tätig. In dokumentarischen Filmprojekten für ARD und MDR, wie der preisgekrönten Produktion »Generation Crash – Wir Ost-Millennials« oder der zeitgeschichtlichen Rekonstruktion »Hoyerswerda '91«, dokumentiert er die Lebenserfahrungen junger Menschen in Ostdeutschland nach dem gesellschaftlichen Umbruch.
Abb.: Still aus der Doku »Generation Crash« – Filmische Spurensuche mit dem Rapper und Autor (»Nullerjahre«) Hendrik Bolz in seinem einstigen Wohnviertel Knieper West in Stralsund

Deine Platte aus Gips!
Ferienworkshop
Werde zum Baumeister und gestalte dein eigenes Stück Stadt! Erschaffe aus flüssigem Gips deine eigene Mini-Betonplatte. Bevor der Gips fest wird, bringst du Farbe ins Spiel! Verziere deine Platte mit bunten Steinen, glitzerndem Sand und Mosaik-Fliesen. Ob kunterbunter Wohnblock oder schickes Muster – du entscheidest, wie die Platte der Zukunft aussieht.
- Alter: 6 bis 13 Jahre
- Dauer: 2 h
- Kosten: 5 € pro Kind
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Dorothea Grünzweig
kein schaukeln mehr in der dunkelheitswiege
Dorothea Grünzweigs neuer Band »Erfasst von dieser Nachtverwandlung« führt ihre poetische Erkundung der finnischen Landschaften und Jahreszeiten eindrucksvoll fort. Ausgangspunkt ist Kaamos, die sonnenlose Winterzeit des Nordens – ein Zustand zwischen Dunkelheit, Stille und innerer Weitung. Grünzweigs Gedichte kreisen suchend und tastend um dieses Geheimnis, ohne sich je zu erschöpfen. Ihre Sprache wird vielfältiger, zugleich exemplarischer.
Grünzweigs poetische Kraft entsteht aus einer Sprache, die ohne modische Neologismen auskommt und dennoch neu wirkt. Ihre Wortschöpfungen – »dunkelheitswiege«, »lauschschleier«, »grasvergnügte kühe« – scheinen aus einem uralten Naturkosmos zu stammen. Ihre Metaphern sind nie konstruiert, sondern aus Erfahrung gewonnen: Die Gedichte stehen in einem tiefen Einverständnis mit der Natur, ohne sie zu mystifizieren. Grünzweig schreibt als Fragende, nicht als Wissende; ihre Suche nach einer »heiligen Sprache« ist Ausdruck von Nähe, nicht von Ritual.
Die freie Rhythmik ihrer Gedichte ist erfühlt, nicht erdacht. Alliterationen, Binnenreime und Anspielungen – auf Bibel, Kirchenlied, Rilke – fügen sich organisch ein und öffnen die Texte in größere Zusammenhänge. Themen des Bandes reichen von der Bewahrung der Schöpfung über die existenzielle Stimmung während einer Pandemie bis hin zur realen Sorge vor einem Krieg in Finnland. Andere Gedichte widmen sich dem Tierwohl, etwa in den »kuhlobliedern«, die die Nähe zwischen Mensch und Tier neu ausloten.
Wer sich auf Grünzweigs Gedichte einlässt, begegnet einer Sprache, die sich aus der Natur heraus erneuert – weit, innerlich, hellhörig. Eine Poesie, die uns wieder in die Welt zurückführt.
- Eintritt 8 €, ermäßigt 5 €
Literarische Arena e. V. in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Sachsen und den Museen der Stadt Dresden.

Der Wiederaufbau der Dresdner Hauptstraße 1975-1989: Dialog zwischen historischen Stadtstrukturen und DDR-Platten-Moderne
Stadtteilrundgang
Dr. Klausjürgen Schöler und Dr. Wolfgang Steinbrück thematisieren auf einem Spaziergang vom Goldenen Reiter bis zum Albertplatz den Wiederaufbau der Dresdner Hauptstraße in der DDR-Zeit. Die beiden Architekten, die damals für die Planungen des nördlichen Teilabschnitts verantwortlich waren, berichten als Zeitzeugen von ihrer Arbeit. Im Zentrum steht ihr Ansatz, die historischen Stadtplanungen des Areals mit einer modernen Architektur und Freiraumgestaltung zu verbinden. Dabei erläutern sie die städtebaulich-funktionellen Konzepte, stellen die einzelnen Teilabschnitte vor und gehen auf die Realisierungsbedingungen der damaligen Dresden-spezifischen industriellen Bauweise ein.
Mit Dr. Klausjürgen Schöler und Dr. Wolfgang Steinbrück
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt am Goldenen Reiter
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Führung: PLATTE OST/ WEST. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise
Führung in der Sonderausstellung
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt an der Kasse
- Führung kostenfrei zzgl. Museumseintritt
- ohne Anmeldung

LEGO®-Werkstatt: Platten(-um)bau – Wir verwandeln Hochhäuser!
Ferienworkshop mit dem ZfBK
Im Stadtmuseum entdecken wir Plattenbauten – das sind Häuser, die aus vielen gleichen Betonplatten bestehen und in vielen Städten gebaut wurden. Danach verwandelst du mit LEGO®-Steinen und viel Fantasie einen solchen Plattenbau und die Umgebung in neue, gute Lebenswelten! Alle Ideen werden abschließend in einer kleinen Ausstellung gezeigt.
- Alter: 8 bis 11 Jahre
- Dauer: 3 h
- Kosten: 6 € pro Kind
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Deine Platte aus Gips!
Ferienworkshop
Werde zum Baumeister und gestalte dein eigenes Stück Stadt! Erschaffe aus flüssigem Gips deine eigene Mini-Betonplatte. Bevor der Gips fest wird, bringst du Farbe ins Spiel! Verziere deine Platte mit bunten Steinen, glitzerndem Sand und Mosaik-Fliesen. Ob kunterbunter Wohnblock oder schickes Muster – du entscheidest, wie die Platte der Zukunft aussieht.
- Alter: 6 bis 13 Jahre
- Dauer: 2 h
- Kosten: 5 € pro Kind
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)