Aktuelle Sonderausstellungen und Präsentationen

Vorschau

1.10.2021 bis 31.3.2022 | Intervention in der Dauerausstellung "Stadt der Bürger"

Rethinking Stadtgeschichte:
Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten

Ausstellungsplakat

Jüdisches Leben gibt es in Deutschland bereits seit 1.700 Jahren. In Dresden beginnt diese Geschichte im Mittelalter – und sie ist komplex, denn was „jüdisch“ war, ist oder sein soll, bleibt immer auch eine Frage des Standpunkts. Die Intervention in der Dauerausstellung des Stadtmuseums lädt Besucher*innen ein, unterschiedliche Dimensionen des Jüdischen zu erkunden. Sie zeigt auch, dass sich im alltäglichen Leben zahlreiche Berührungspunkte zu jüdischer Vergangenheit und Gegenwart finden. In Wohnzimmern, Kellern oder Garagen stehen heute noch Objekte, die solche Geschichten erzählen.
Begleitet wird die Intervention von Impulsen aus Kunst, Wissenschaft und Austausch zu einzelnen Ausstellungsobjekten. Führungen geleiten ins Umfeld des Stadtmuseums. Eine Blog-Reihe begleitet das Format und greift die aktuelle Debatte um ein „Jüdisches Museum“ in Sachsen auf.

Informationen und Rahmenprogramm: www.stmd.de/juedischegeschichten

Eröffnung am 30.9., 17.30 Uhr.


Kunstinstallation „Salem Aleikum Dresden – der Nachhall des sogenannten Orients“ am Landhaus in Dresden

Eine LED-Installation an der Fluchttreppe des Landhauses zeigt aufgeteilt in drei Abschnitte untereinander die Worte "WER WÜRDE / SALEM ALEIKUM / ANTWORTEN"

Kunstinstallation an der Fluchttreppe des Landhauses

 

Seit Mitte Dezember leuchtet an der Fluchttreppe des Landhauses eine LED-Installation. Drei große Leuchtschriften sprechen dort zueinander. Die Kunstinstallation ist ein (im Stadtraum sichtbarer) Teil der Sonderausstellung „Tabakrausch an der Elbe. Geschichten zwischen Orient und Okzident“.

Eine unübersehbare Projektionsfläche dieser ambivalenten Beziehung zwischen verschiedenen Kulturen ist die Yenidze in Dresden. Der Fabrikant Hugo Zietz beauftragte 1907 den Architekten Martin Hammitzsch (1878-1945) mit dem Bau einer Tabakfabrik, die einer Grabesmoschee in Ägypten nachempfunden ist. Der Mehrwert der orientalistischen Erscheinung des Gebäudes war die Werbewirkung. Durch die ungewöhnliche Architektur und die beleuchtete Kuppel war die Yenidze Tag und Nacht überdeutlich wahrnehmbar (und ist es bis heute).

 

Das Künstlerinnenkollektiv „Abteilung für liegengebliebene Angelegenheiten“ greift die ehemalige Leuchtschrift auf dem Dach des Gebäudes auf. Mit ihrer Installation am Fluchttreppenhaus des Landhauses eröffnet sie einen Assoziationsraum um die heutige Deutung des Schriftzuges, in dem dieser neu kontextualisiert wird.

 

 



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