
Kunst und Grün – Entdeckungen in Johannstadt-Süd
Stadtteilrundgang
Die zentrumsnahe Johannstadt wurde im Zweiten Weltkrieg so stark zerstört, dass über weite Flächen keine Altbausubstanz erhalten blieb. Der Wohnkomplex Johannstadt Süd wurde zwischen 1968 und 1973 überwiegend in Großtafelbauweise errichtet. Die Tour führt zu zahlreichen Kunstwerken, die in den großzügigen Grünflächen platziert wurden und das Gebiet bis heute prägen.
Mit Antje Kirsch (Freie Akademie Kunst + Bau e.V.)
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt am Brunnen »Der Flugwille des Menschen«, Striesener Straße / Ecke Güntzstraße
- Teilnahme kostenfrei
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Dresden grüßt seine Gäste – und hat sich schön gemacht
Stadtteilrundgang
Die Prager Straße wurde mit moderner, konsequent eingesetzter Plattenbauweise errichtet und orientierte sich damit zugleich an der internationalen Architekturmoderne. Zur Belebung der neuen Fußgängerzone integrierte man Wohnungen, während Hotels, Geschäfte, Restaurants und ein markantes Kino das Ensemble prägten. Künstler entwickelten – angepasst an die industrielle Bauweise – eigene Techniken wie ornamentale Struktursteine für Fassaden sowie sogenannte »Architekturwände« für die Freiraumgestaltung. Im Rundgang erhalten die Teilnehmenden zudem Einblicke in weitere Kunstwerke und gestaltete Freiräume entlang der Prager Straße.
Mit Antje Kirsch (Freie Akademie Kunst + Bau e.V.)
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt am Pusteblumenbrunnen auf der Prager Straße
- Teilnahme kostenfrei
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Mit dem Rad durch Hoyerswerda
Exkursion mit dem ZfbK
Hoyerswerda - ein Zentrum der DDR-Architektur: Alle Plattenbautypen sind dort vorhanden. Nirgendwo sonst in Sachsen zeigt sich der Großtafelbau in einer vergleichbaren Vielfalt. Von Mitte der 1950er Jahre bis zur Fertigstellung der großen Wohnkomplexe in den 1980er Jahren war die Neustadt eine einzige Baustelle. Entworfen wurde sie auf dem Reißbrett als sozialistische Wohnstadt für die Arbeiter:innen des Kraftwerks Schwarze Pumpe. Mit dessen Schließung 1990 und dem Wegzug der Belegschaft begann die Stadt jedoch rasant zu schrumpfen und ganze Wohnkomplexe wurden wieder »rückgebaut«. Seitdem erlebt Hoyerswerda einen tiefgreifenden Strukturwandel, steckt aber dank eines weitreichenden Stadtentwicklungskonzeptes auch voller Ideen für die Zukunft.
Die Fahrrad-Exkursion findet in Kooperation mit dem ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen statt und nimmt neben der aktuellen Stadtentwicklung die Besonderheiten und Bauabschnitte der Wohnkomplexe in der Hoyerswerdaer Neustadt in den Blick, die wir mit dem Fahrrad erkunden werden.
- Start: 9:45 Uhr, Bahnhof Hoyerswerda (Altstadt)
- Ende: ca. 18.30 Uhr, Bahnhof Hoyerswerda (Altstadt)
- Kosten: 20 € pro Person
- Anmeldung an anmeldung@zfbk.de mit Angabe von Name und Telefonnummer

Prohlis – Am Geberbach durch die Zeiten
Stadtteilrundgang
Seit tausenden Jahren schon fließt der Geberbach durch den Südosten von Dresden. Damit der heutige Stadtteil Prohlis in den 1970er Jahren der DDR entstehen konnte, musste die über Jahrhunderte gewachsenen Dorfstruktur mit ihren sie umgebenden Wiesen und Äckern weichen. Den Architekten war es ein wichtiges Anliegen, den Geberbach in seinem natürlichen Lauf zu belassen. Wir folgen dem Verlauf des Baches und durchqueren nicht nur das Neubaugebiet, sondern auch die Geschichte dieser Gegend, die ebenfalls tausende Jahre zurückreicht.
Mit Peter Neukirch (Palitzsch-Museum)
- Dauer: 1,5 Stunden
- Treffpunkt am Palitzsch-Museum Dresden, Gamigstraße 24, 01239 Dresden
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Gorbitz – Leben in der Landschaft
Stadtteilrundgang
In Gorbitz leben ca. 22.000 Einwohnerinnen und Einwohner und schätzen ihren ruhigen Stadtteil als guten Ort zum Wohnen. Ein Stadtteil mit dem meisten Grün innerhalb eines Stadtteils der Stadt Dresden. Ein Stadtteil (eine Kleinstadt), mit sehr gutem ÖPNV-Angebot und komplettem 30kmh-Gebot, mit ca. 30 Fachärzten, 11 Kitas, 8 Schulen, 4 Horten, 7 Kinder- und Jugendeinrichtungen, einer Volkshochschule, einer Bibliothek, einem Hallenbad, einem Klub mit eigenem Kino, 3 Glaubenshäusern, zahlreichen Sportmöglichkeiten, einer freiwilligen Feuerwehr, 2 Einkaufszentren, 10 Super- sowie Fachmärkten.
Mit Jürgen Czytrich / Stadtteil-Führer
- Dauer: 2 Stunden
- Treffpunkt an der Haltestelle Linie 2/7 »Betriebshof Gorbitz«
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)

Platte? Ja, bitte! Umbau und Sanierung von Plattenbauten in Gorbitz
Stadtteilrundgang
Die in den 1980er Jahren entstandene Plattenbausiedlung Gorbitz hat sich in den vergangenen 25 Jahren Stück für Stück gewandelt. Wo einst ein Block dem anderen glich, herrscht heute Vielfalt, und zwar nicht nur in Form farblich gestalteter Fassaden, sondern auch im Inneren der Gebäude. Aufzüge, Bäder mit Dusche und Fenster, großzügige Küchen, neue Balkone, Mietergärten – all das ist durch Modernisierungen und Umbauten inzwischen in der »Platte« zu finden.
Ein herausragendes und bekanntes Umbauprojekt ist die Kräutersiedlung, die in den Jahren 2002 bis 2004 von der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG realisiert wurde. Aber auch danach hat sich in Gorbitz viel getan, und es wird immer noch an mehreren Stellen gebaut.
Leitlinie dabei war und ist stets, die Stärken des Plattenbaus (z.B. großzügige, grüne Innenhöfe und kompakte Strukturen) zu erhalten und gleichzeitig Nachteile (z. B. kleine Küchen und Bäder, Sechsgeschosser ohne Aufzug) zu beseitigen.
Der Rundgang führt zu ausgewählten umgebauten Wohngebäuden und soll die Potenziale, die im Plattenbau stecken, und seine Zukunftsfähigkeit am Beispiel Gorbitz veranschaulichen.
Mit Konstanze Mally
- Dauer: 2 Stunden
- Treffpunkt an der Straßenbahnhaltestelle Merianplatz (stadtauswärtige Seite)
- Teilnahme kostenfrei
- Anmeldung online oder beim Besucherservice der Museen der Stadt Dresden unter +49 351 488 7272 (Mo – Fr)